Headline: RIFS Blog

Im Blog des Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit (RIFS) schreiben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen des Instituts. Die Themen reichen von Forschungsergebnissen über Veranstaltungsberichte bis hin zu Kommentaren über politische Entwicklungen. Die Autorinnen und Autoren äußern auf dem RIFS-Blog ihre persönliche Meinung.

 

LOSLAND

Kommunale Bürgerräte organisieren: Handbuch zeigt, wie’s geht

Vor kurzem wurde das Handbuch „Kommunale Bürgerräte organisieren“ veröffentlicht. Das RIFS ist Mitherausgeber des Werks, gemeinsam mit Mehr Demokratie e.V. und dem Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung (IDPF) in Wuppertal. Der Leitfaden richtet sich an Personen der Beteiligungspraxis. Er enthält Erfahrungen und Tipps, die für die Anbahnung, Planung und erfolgreiche Umsetzung eines Bürgerratsprozesses auf kommunaler Ebene hilfreich sind.

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Ziele und Methoden der Deliberation

Stellen Sie sich drei Gruppen vor, die über dieselbe Frage beraten. Alle drei Gruppen wurden auf die gleiche Weise rekrutiert, sie beraten sich am selben Ort und haben für ihre Zusammenarbeit die gleichen Materialien zur Verfügung. Spielt es tatsächlich eine Rolle, wie die Moderation dieser deliberativen Prozesse durchgeführt wird? In unserem Paper versuchen wir zu erklären, warum es darauf ankommt und wie sich unterschiedliche Moderationsstile auf die Deliberation und ihre Ergebnisse auswirken.

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Kohlenstofffreie Industrie

Wie die Dekarbonisierung die Geografie der industriellen Produktion verändert: Erkenntnisse zur „Renewables Pull“-Hypothese

Die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien ist ein wichtiger Faktor für künftige Investitionsentscheidungen in der Chemie- und Stahlindustrie. Das ist ein zentrales Ergebnis unserer Befragung von 300 Entscheiderinnen und Entscheidern aus der Chemie- und Stahlindustrie: 92 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass ihr Unternehmen im Zuge der Dekarbonisierung der Produktion Standorte verlagern wird. Neben kostengünstigen erneuerbaren Energien nennen die Befragten politische Unterstützung als Schlüsselfaktor für Investitionsstandortentscheidungen.

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COP28 in Dubai: Grüner Schein oder ernsthafte Ambitionen?

Die Einigung auf der jüngsten COP28-Konferenz wird als eine neue Ära der Energiewende gefeiert. Der Guardian betitelt das Ergebnis bereits als historische „Grundsteinlegung für die Abkehr von fossilen Brennstoffen“. Gleichzeitig werden kritische Stimmen von indigenen Bevölkerungsgruppen und Umweltorganisationen lauter und bezeichnen die Veranstaltung als „Business as usual“. Der Gastgeber, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), schöpfen ihren Wohlstand hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen und endlichen Ressourcen. Ihre Präsidentschaft sorgte daher für eine spannungsreiche Atmosphäre.

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Transformation erfordert Kommunikation

Was Kommunen brauchen, um Konflikte zu meistern

In diesem Jahr hat die Bundesregierung die Neufassung des Klimaschutzgesetzes auf den Weg gebracht. Bis 2030 sollen die Emissionen gegenüber 1990 um 65 Prozent sinken, bis 2045 muss Treibhausgasneutralität erreicht werden. Maßnahmen für die Umsetzung dieser Ziele fallen häufig in kommunale Verantwortung, vor allem bei der Infrastruktur. Die Umsetzung in den Kommunen birgt große Herausforderungen und stößt immer wieder auch auf Widerstände.

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Die Zukunft ernähren

Die Geopolitik und Dekarbonisierung von Düngemittel-Lieferketten

Unter den globalen Rohstoffen spielen Düngemittel eine stille, aber grundlegende Rolle. Mit einem Marktwert von 207 Milliarden US-Dollar sind sie ein Eckpfeiler der modernen Landwirtschaft, die täglich die Ernährung von acht Milliarden Menschen sichert. Doch diese bedeutende Branche steht an einem Scheideweg, konfrontiert mit den enormen Herausforderungen der Dekarbonisierung, volatiler Geopolitik und der Notwendigkeit der Nahrungssicherheit. Das Forschungsprojekt „Geopolitik der Energiewende: Auswirkungen einer internationalen Wasserstoffwirtschaft“ des Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit (RIFS) – Helmholtz-Zentrum Potsdam veranstaltete eine Webinar-Reihe über die „Geopolitik von Düngemittel-Lieferketten“, um sich mit den Komplexitäten der Düngemittelindustrie und den drängendsten Herausforderungen dieses entscheidenden Sektors zu beschäftigten.

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Kunst-Wissenschafts-Festival in Hamburg

Bridging the Gap? Das CityScienceLab Hamburg als Experimentierfeld für Kunst-Wissenschafts-Kooperationen

Am CityScienceLab in Hamburg werden neue Formate für die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern erprobt. Was aber sind die Ziele solcher Kooperationen? Teresa Erbach forscht am RIFS-Potsdam zur Rolle von Kunst und Kultur in Transformationsprozessen und hat an der HafenCityUniversität Hamburg ein Kooperationsprogramm wissenschaftlich begleitet.

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Ein Rückblick auf die ersten Jahre des Deutsch-Französischen Zukunftswerks von Gilles de Margerie

Gilles de Margerie, seit 2018 an der Spitze des Regierungsinstitutes France Stratégie, hat seit der Gründung des Deutsch-Französischen Zukunftswerks im Jahr 2020 die Aufgabe als dessen französischer Direktor übernommen. Im Gespräch mit seinem deutschen Amtskollegen Frank Baasner zieht er am Ende seiner Amtszeit als Generalkommissar eine erste Bilanz der Arbeit des Zukunftswerks.

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Organisatorische Transformation in der Europäischen Kommission

Eine systemische Nachhaltigkeitstransformation erfordert grundlegende Veränderungen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Ein beträchtlicher Veränderungsbedarf besteht in den Organisationsstrukturen der politischen Verwaltung und Entscheidungsfindung. Viele der hier vorherrschenden Strukturen entstammen eher traditionellen Denkweisen, die den komplexen, vernetzten Krisen und Herausforderungen der Gesellschaften nicht gerecht werden. Traditionelle Verwaltungsstrukturen sind wenig belastbar und anpassungsfähig. Viele der in ihnen Tätigen erfahren Überlastung und Frustration, weil sie ihre Handlungsfähigkeit als eingeschränkt erleben. Dies spiegelt sich in steigenden Burnout-Raten und anderen negativen Gesundheitsergebnissen wider.

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Konferenz

Strategien für eine Dekarbonisierung von Bau und Industrie

„Diese neuen Maßnahmen zeigen, dass wir nicht darauf warten müssen, dass die Kohlenstoffpreise die Emissionen von Bauprodukten wie Stahl und Zement endlich senken", fasst Nino Jordan am Ende der zweitägigen Konferenz "Carbon Footprint Policy Accelerator Conference" im November in Potsdam zusammen, die den ergänzenden Titel trug: „Lernen über den Kauf von sauberen Gebäuden (Buy Clean) und die Regulierungsstandards für den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden (Whole Life Carbon)".

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Wie werden kommunale Verwaltungen fit für die sozial-ökologische Transformation?

Die lokale Wärmewende gestalten, öffentliche Räume an den Klimawandel anpassen oder die Mobilitätswende anstoßen – Städte stehen vor großen Transformationsprozessen, um Klimaneutralität und Resilienz zu erreichen. Im Deutsch-Französischen Zukunftswerk begleiten wir forschend Städte in Frankreich und Deutschland, die sich mit großen Ambitionen auf den Weg gemacht haben, diesen Wandel zu gestalten.

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Drei Herausforderungen für die CBAM-Übergangsphase

Am 1. Oktober 2023 trat der CBAM der EU in Kraft, zunächst mit einer Übergangsphase bis 2026. Diese sieht eine zweijährige Lernphase vor, in der sich die Beteiligten, einschließlich der Europäischen Kommission, schrittweise an die neuen Handelsbedingungen des CBAM gewöhnen können. Die Berechnung der direkten und indirekten Kohlenstoffemissionen, die vierteljährliche CBAM-Berichterstattung und die Überwachungsanforderungen gehören zu den neuen Elementen, die mit dem Mechanismus eingeführt werden.

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Ausstellung

Gefiederte Hüte, kämpferische Frauen und kreative KI

Drei Hüte liegen in transparenten Schachteln: ein weinroter Samthut mit üppigem braunem Federschmuck, eine Hutkrempe aus Stroh, darauf Federn, Blätter und Blüten zu einem Nest drapiert, und ein Hut mit rosa Federn und einem ausgestopften Vogelköpfchen. Die Kopfbedeckungen stehen im Mittelpunkt einer „Tiny Gallery“, mit der RIFS Art Fellow Susanne Schmitt bei der Berlin Science Week zum Nachdenken darüber anregt, wie die Hutmacherei ein entscheidender Ausgangspunkt für Umwelt- und Artenschutz wurde. Die Ausstellung gehört zu der Werkschau „Dare to Know: Kreative Wissenschaft, präzise Kunst“ am Holzmarkt 25 und ist noch bis zum 10. November zu sehen.

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Vertieft die Wasserstoffpolitik der EU die Ungleichheiten in Europa?

Im Februar 2023 legte die EU den Green Deal Industrial Plan vor, in dem sie ihre Strategie für die Transformation von Industrie und Energiesektor darlegt. Grüner Wasserstoff soll ein wesentlicher Baustein dieser Transformation sein. Die großflächige Produktion von erneuerbarem Wasserstoff und seine Verwendung in Industrie und Verkehr kann Dekarbonisierung ermöglichen, wo direkte Elektrifizierung keine skalierbare Option ist. Darüber hinaus bietet grüner Wasserstoff die Möglichkeit, Technologieführerschaft und wirtschaftliche Perspektiven für eine künftig klimaneutrale Wirtschaft zu entwickeln.

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