Neuartige Aktions- und Begegnungsräume, so wie hier die Floating in Berlin, verbinden Kunst mit Nachhaltigkeit.
Neuartige Aktions- und Begegnungsräume, so wie hier die Floating in Berlin, verbinden Kunst mit Nachhaltigkeit. Pierre Adenis

Headline: Kunst und Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung

Die Projekt- und Vernetzungsaktivitäten in dieser Forschungsgruppe haben es mit der Arbeit an öffentlicher und privater Wahrnehmung von (Nicht-)Nachhaltigkeit zu tun. Im Fokus stehen individuelle und institutionelle Nachhaltigkeitsverständnisse, narrative Strukturen der Kommunikation in gesellschaftlichen Debatten, vor allem aber - seit 2021 der Gruppenschwerpunkt - die ästhetische Formung und Gestaltung von (Begegnungs-)Räumen, Prozessen, Tools, Erkenntnissen und Unterhaltungsformaten.

Hierfür sind Menschen in verschiedenen Teilen der Gesellschaft kompetent, besonders viele aber arbeiten im Bereich der Künste und der Kreativwirtschaft (cultural industries). Ihre Expertise für das imaginative Erschließen von gesellschaftlichem Neuland und für andere Formen des Zusammenarbeitens und In-Bewegung-Kommens ist enorm. Am RIFS wollen wir dazu beitragen, neue Kunst-Wissenschafts-Kooperationen zu fördern, bereits bestehende im Kontext der Wissenschaft besser zu verstehen und bekannter zu machen, und zu klären, wie politische Rahmenbedingungen helfen können, das Transformationswissen von Gestalterinnen und Gestaltern intensiver zu nutzen.

Projekte

Kunst und Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung

Transformationen sind grundlegende Umgestaltungen - haben also immer auch mit Gestaltung zu tun: nicht nur mit Inhalten, sondern mit Formen; nicht nur mit Werten, sondern auch mit Wahrnehmungen. Expertise für diesen Bereich - den der Ästhetik - gibt es bei Designerinnen und Designern, bei Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, vor allem aber bei Künstlerinnen und Künstlern. Immer öfter werden sie daher Teil von Nachhaltigkeitsprojekten oder initiieren diese sogar mit, sei es im Bereich der Stadtentwicklung, des Produktdesigns oder der Organisations- und Prozessgestaltung.

Kulturelles Erbe und Klimaanpassung in Küstenstädten (Sinking Cities)

Kulturelles Erbe wird im Kontext von Klimawandel meist als bedrohtes Kulturgut angesehen, für dessen Schutz gesorgt werden sollte. Im Projekt „Sinking Cities" wird hingegen untersucht, ob die Mobilisierung kulturellen Erbes eine Ressource für Klimaanpassung und Klimaresilienz darstellen kann.

Abgeschlossene Projekte

Ein nachhaltiger Kulturauftrag für Musik - ein neuer Aspekt orchestraler Exzellenz

Die Kammerakademie Potsdam erkennt die planetare ökologische Krise als zentrale Herausforderung unseres Jahrhunderts an. Das Orchester will mit Musik begeistern und bewegen - im Bewusstsein sozialer Verantwortung und im Einklang mit den planetaren Grenzen. In der Saison 2022/23 arbeitet die Kammerakademie eng mit dem RIFS an der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie für das Orchester zusammen.

Narrative und Bilder der Nachhaltigkeit

Welche Narrative gibt es in der Forschung zur nachhaltigen Entwicklung? Was macht den Erfolg politischer Erzählungen aus? Die Wissenschaftler in diesem Projekt untersuchen, wie Nachhaltigkeit von wem „erzählt" und verstanden wird und machen Vorschläge für erfolgreiche Narrative. Außerdem erforschen sie die Rolle von Kunstwerken in der Nachhaltigkeitskommunikation.

Nachhaltiges Wohnen (NachWo): Nachhaltigkeit als städtebaulicher Leitbegriff

Die Stadt Norderstedt ist eine der acht deutschen Städte, welche es in die dritte Phase des Wettbewerbs „Zukunftsstadt" des BMBF geschafft haben. Dieses Programm fördert Forschungsaktivitäten deutscher Kommunen zur nachhaltigen Transformation. Seit Anfang August 2019 läuft das dreijährige Verbundvorhaben Norderstedts und des IASS mit dem Projekt „Nachhaltiges Wohnen (NachWo)". Ziel ist es, handlungsrelevantes Wissen für nachhaltigen Wohnungsneubau zu generieren.

Zukunftsstadt Norderstedt - Projektphase I

Wie kommt eine wirtschaftsstarke 80.000-Einwohner-Stadt in einer Metropolregion zu weniger Autoverkehr? Wie kann öffentlicher Raum reaktiviert werden? Fragen wie diese stellen sich bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele und lokaler Leitbilder in Norderstedt. IASS-Forschende unterstützen die Stadt dabei, sie effektiv und handlungsorientiert zu beantworten.

Zukunftsstadt Norderstedt - Projektphase II

Wie kommt eine wirtschaftsstarke 80.000-Einwohner-Stadt in einer Metropolregion zu weniger Autoverkehr? Wie kann öffentlicher Raum reaktiviert werden? Fragen wie diese stellen sich bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele und lokaler Leitbilder in Norderstedt. IASS-Forschende unterstützen die Stadt dabei, sie effektiv und handlungsorientiert zu beantworten.