Forschungsinstitut für
Nachhaltigkeit | am GFZ

Lokale Wertschöpfung und Beteiligung im Ausbau Erneuerbarer Energien in Europa und Lateinamerika (LOVPRELAE)

Dauer

bis

Dr. Franziska Mey

Forschungsgruppenleiterin

Dr. Germán Bersalli

Senior Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Der Übergang zu einem emissionsfreien Energiesystem ist nicht nur eine technische und wirtschaftliche Herausforderung, sondern vor allem eine gesellschaftliche.
Der Übergang zu einem emissionsfreien Energiesystem ist nicht nur eine technische und wirtschaftliche Herausforderung, sondern vor allem eine gesellschaftliche.

Die Energiewende gewinnt weltweit zunehmend an Dynamik. Mit dem beschleunigten Ausbau von Wind-, Solar- und Netzinfrastruktur wird die Transformation für die Menschen vor Ort immer sichtbarer und unmittelbarer erlebbar. Gleichzeitig zeigt sich bei der konkreten Umsetzung von Projekten eine wachsende Konflikthaftigkeit, da unterschiedliche Interessen, Erwartungen und Betroffenheiten aufeinandertreffen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, werden in vielen Ländern verschiedene Formen der Bürger- und Gemeindebeteiligung eingesetzt. Deren Ausgestaltung ist jedoch stark von den jeweiligen politischen, institutionellen und lokalen Rahmenbedingungen geprägt. Zugleich sind Beteiligungsansätze zunehmend mit Fragen der Gerechtigkeit, der lokalen Teilhabe und des konkreten Nutzens für die betroffenen Regionen verknüpft. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Nutzen und Belastungen fair verteilt werden können, wie Gemeinden wirksam in Entscheidungsprozesse eingebunden werden und in welchem Umfang die durch die Energiewende entstehende Wertschöpfung vor Ort verbleibt.

In diesem internationalen Vorhaben untersuchen die Forschenden aus Deutschland, der Türkei, Brasilien und Peru die Wirkung unterschiedlicher Beteiligungs- und Regulierungsansätze in Projekten zum Ausbau der Erneuerbaren.

Speziell sollen folgende Forschungsfragen beantwortet werden:

  • Über welche Mechanismen können lokale Gemeinden und Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Transformation zu 100 Prozent erneuerbaren Energiesystemen teilnehmen und davon profitieren?
  • Was sind zentrale Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Regulierungsrahmen zur prozeduralen und finanziellen Beteiligung in den vier untersuchten Ländern?
  • Wie können Partizipationsprozesse simultan mit ökonomischen und ökologischen Aspekten von Erneuerbare-Energie-Projekten bewertet werden?
  • Welche Lehren lassen sich aus realweltlichen Beteiligungsexperimenten in beiden Regionen ziehen?

Die Forschenden am RIFS übernehmen im Vorhaben die Gesamtkoordination und verantworten die konzeptionell-methodische Rahmensetzung sowie die Analyse der politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus bearbeiten sie Fallstudien in Deutschland, unterstützen den internationalen Vergleich und tragen zur Auswertung, Kommunikation und Verbreitung der Ergebnisse bei. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Wissenstransfer zwischen den beteiligten Ländern sowie der Entwicklung wissenschaftlich fundierter Handlungsempfehlungen für eine gerechte und partizipative Energiewende.

Gehört zur Forschungsgruppe

Team

Dr. Franziska Mey

Forschungsgruppenleiterin
Wissenschaftliche Projektleiterin

Dr. Germán Bersalli

Senior Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Wissenschaftlicher Projektleiter

Prof. Dr. Doris Fuchs

Wissenschaftliche Direktorin
Wissenschaftliche Direktorin

Partners

Fundação Coordenação de Projetos, Pesquisas e Estudos Tecnológicos
Istanbul Policy Center (IPC)
Pontificia Universidad Católica del Perú
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