Kunst als sozial-ökologische Praxis
Dauer
Künstler*innen arbeiten zunehmend mit sozialen Einrichtungen, Nachbarschaften und zivilgesellschaftlichen Initiativen zusammen und greifen dabei Themen wie Klimawandel, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt auf. Mit solchen Projekten verbinden sich große Erwartungen: Kunst soll Menschen zusammenbringen, Perspektiven sichtbar machen und Wege zu einer nachhaltigen Entwicklung eröffnen. Ob und wie solche Erwartungen eingelöst werden, ist jedoch empirisch kaum untersucht. Viele Annahmen über die gesellschaftliche Wirkung von Kunst beruhen lediglich auf der Interpretation einzelner Kunstwerke, nicht auf der systematischen Untersuchung der gesamten künstlerischen Praktiken und ihrer Wirkung.
Ziel des Projekts
Das Projekt ist Teil des Qualifizierungs- und Forschungsprogramms „Kunst als Soziale Praxis“ (KASP), das von der Frankfurt University of Applied Sciences koordiniert wird. Beteiligt sind daran neben dem RIFS die Hessische Theaterakademie und die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK). Das RIFS begleitet ausgewählte künstlerische Projekte und untersucht, welchen sozial-ökologischen Mehrwert sie schaffen. Im Mittelpunkt steht die Frage, unter welchen Bedingungen künstlerische Praktiken zu nachhaltigen Transformationsprozessen beitragen können und wo ihre Grenzen liegen. Untersucht werden unter anderem Wirkungen auf die an künstlerischen Projekten beteiligten Einrichtungen, deren Publika, und das ‚Stadtgespräch‘, wofür qualitative und quantitative Methoden kombiniert werden. Die Begleitung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Kunstschaffenden, sodass die Erkenntnisse für sie Relevanz erhalten und bereits während der Projekte in deren Gestaltung einfließen können.
Anvisierte Ergebnisse
Das Projekt entwickelt einen Evaluationsansatz, der die vielfältigen und oft indirekten Wirkungen von Kunst systematisch erfassbar macht. Auf Basis der Fallstudien entstehen ein Evaluationsbericht an den Fördermittelgeber und wissenschaftliche Publikationen sowie praxisorientierte Empfehlungen für Kunstschaffende, Kulturinstitutionen und Förderer, die zeigen, wie sozial-ökologisch engagierte Kunst realistisch bewertet und wirksam gestaltet werden kann.


