Headline: RIFS Blog

Im Blog des Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit (RIFS) schreiben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen des Instituts. Die Themen reichen von Forschungsergebnissen über Veranstaltungsberichte bis hin zu Kommentaren über politische Entwicklungen. Die Autorinnen und Autoren äußern auf dem RIFS-Blog ihre persönliche Meinung.

 

CO2-Wirtschaft: Wie Kohlendioxid von einer Belastung zum Wertstoff wird

Die Abscheidung und Nutzung oder das Recycling von Kohlendioxid (CCU oder CCR) und verwandte Techniken könnten in einer künftigen nachhaltigen und diversifizierten Energieversorgung mit niedrigerem Ausstoß von Treibhausgasen (THG) eine wichtige Rolle spielen. CCU bedeutet, dass CO2 von großen Verschmutzern wie Kohlekraftwerken abgetrennt und verwendet wird, um sinnvolle Produkte herzustellen; damit stellt CCU eine Alternative zur CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS) dar.

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Eindrücke eines Neulings auf der COP21

Als ich Freunden und Kollegen erzählte, ich würde am COP21-Klimagipfel teilnehmen, war die erste Reaktion oft „cool!“, gefolgt von: „Und was machst du da genau??“ Tja, was ich mache, war mir klar: Seit Monaten arbeite ich als Vertreterin des IASS mit Partnern aus der Koalition für Klima und saubere Luft (Climate and Clean Air Coalition – CCAC) und der UN-Wirtschaftskommission für Europa (Economic Commission for Europe – UNECE) zusammen; gemeinsam organisieren wir zwei Side Events über den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Luftqualität, um zu beleuchten, inwiefern bessere Luftquali

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Internationale Energiepolitik: Kräftegewicht verschiebt sich hin zu erneuerbaren Energien

Die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien IRENA ist als globale Stimme für erneuerbare Energien etabliert, die Internationale Energieagentur IEA gerät unter Modernisierungsdruck.

Am 11. November 2015 stellte die Internationale Energieagentur IEA den World Energy Outlook 2015 in Berlin vor. Die Rede des neu ernannten Exekutivdirektors der IEA, Fatih Birol, zeigte deutlich, dass die IEA unter Modernisierungsdruck steht.

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Eine unerwartete Begegnung im Himalaya... mit einer Atmospheric Brown Cloud

Auf einer Wanderung im Himalaya sah ich an einem Maimorgen im Jahr 2012 eine ABC – eine Atmospheric Brown Cloud – in der Luft schweben. Zwei nepalische Kollegen und ich unternahmen eine Forschungsexpedition. Drei Tage waren wir auf steilen, schmalen und sehr schönen Pfaden unterwegs gewesen, und nun hatten wir fast unsere Forschungsstation erreicht, die die Luftqualität bei Gosaikunda (4300 Meter ü.d.M.) misst. Das Wetter war günstig, trocken, nicht zu kalt und ruhig.

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Der arktische Kreis – ein Bericht aus Reykjavik

Letzte Woche konnte ich in Reykjavik am Arctic Circle 2015 teilnehmen, einer großen Versammlung, die Wissenschaftler und Politiker sowie Vertreter von Zivilgesellschaft, zwischenstaatlichen Organisationen und Industrie zusammenführt (mein Kurzfilm gibt einen Eindruck von der Veranstaltung).

https://www.youtube.com/watch?v=PDkhMU78niQ

Die Versammlung, die auf die Initiative des isländischen Präsidenten Ólafur Ragnar Grímsson zurückgeht, soll als Plattform für eine verstärkte Teilnahme am arktischen Dialog dienen und die int

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Klimaschutz in den Städten

Auf Ballungsräume entfallen mehr als 70 Prozent der CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Kraftstoffe. Wenn die 50 Städte mit den höchsten Emissionen ein Land wären, würden ihre Emissionen global auf Platz drei stehen, hinter China und den Vereinigten Staaten. Städte haben aber nicht nur großen Einfluss auf den wachsenden CO2-Anteil in der Atmosphäre, sie sind auch Wärmeinseln.

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Unübliche Verdächtige

Vom 14. bis 18. September 2015 fand in Berlin unser erstes urbanes LAB statt – fünf Tage intensiver Aktion und Diskussion mit rund 15 kritischen Stadtexperten aus aller Welt. Das Thema, das wir anpackten, war „Unterschiedliche Urbanisierungen“, es ging also um die Möglichkeiten und Grenzen des Imports und Exports von urbanen Strukturen, Technologien und Kenntnissen zwischen verschiedenen Weltregionen.

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Zusammenhang zwischen globaler Nachhaltigkeit und dem Ausmaß von Furcht und Aspiration: Interview mit David Mitchell

Mitte Juli besuchte David Mitchell, Associate Research Professor am Desert Research Institute in Reno, Nevada, das IASS und hielt im Rahmen dieses Besuchs zwei Vorträge. Während David in Wissenschaftlerkreisen vor allem als Experte auf dem Gebiet der Atmosphärenchemie bekannt ist, ist er persönlich darüber hinaus seit vielen Jahren tief der vedisch-indischen Tradition verbunden und vertritt diese unter anderem als Eco-Minister des Parliament of World Religions.

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Der Volkswagen-Emissionsskandal aus wissenschaftlicher Sicht

Zum ersten Mal hörte ich vom VW-Skandal aus zweiter Hand, Medienberichte hatte ich noch nicht gelesen, war also nicht über die Fakten informiert. Aber ich erinnere mich, dass ich dachte (und sagte), keine Ahnung, was das Theater soll, es weiß doch jeder, dass diese Tests auf dem Rollenprüfstand, die für Emissionsschätzungen genutzt werden, nicht annähernd die realen Emissionswerte liefern. Dann las ich die Berichte und sah, warum dieser Wirbel entstanden war – 35mal höher als die US-Grenzwerte?! Und betrügerische Software, um den Test zu bestehen?!

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Düstere Aussichten für die Kohle

König Kohle – wie der meistgenutzte und billigste fossile Brennstoff gern genannt wird – tritt in ein wichtiges, vielleicht entscheidendes Stadium ein. Der Kohleverbrauch ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, weil die Stromerzeugung mit klimaschädlicher Kohle zunehmend auf Ablehnung stößt. Die globale Opposition speist sich aus verschiedenen Quellen: politische, ethische und ökonomische Kampagnen zielen auf ein künftiges Energieszenario, in dem aus Kohle gewonnene Energie keine Rolle mehr spielt.

Am 24.

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Nachhaltige Entwicklungsziele müssen Bedeutung von Böden anerkennen

Forschung für eine nachhaltige Bodenpolitik hat sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Arbeitsbereich am IASS entwickelt. Die transdisziplinären Arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik haben Wissen generiert, das die Transformation zu einem nachhaltigen Landmanagement fördern kann.

Um die Böden ist es nicht gut bestellt: Konservativen Schätzungen nach verlieren wir weltweit jährlich 24 Milliarden Tonnen fruchtbaren Boden. Die verfügbare Ackerfläche pro Kopf hat sich von 1960 bis heute halbiert.

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„Viele Ursachen von Naturkatastrophen sind politisch und sozial bedingt“: Interview mit David Alexander

Die Weltbevölkerung wächst, der Klimawandel schreitet ebenso voran wie die Urbanisierung und die internationale Verflechtung von Volkswirtschaften. All das sorgt dafür, dass extreme Naturereignisse eine zunehmende Gefahr für uns darstellen. Solche großen globalen Herausforderungen stehen im Mittelpunkt der zweiten internationalen Potsdam Summer School mit dem Titel „Facing Natural Hazards“, die vom 14. bis 23. September stattfindet.

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Armutsorientierte Ressourcen-Governance in der Praxis

Seit einigen Jahren herrscht zunehmend Einigkeit darüber, dass die Anpassung an den Klimawandel eine vielschichtige Herausforderung darstellt, die nicht mit einfachen Lösungen bewältigt werden kann. So wurden Begriffe wie „integriert“, „Mehrebenen-“ und „umfassend“ verwendet, um die erforderlichen Maßnahmen zu kennzeichnen; sie alle verweisen darauf, dass die Komplexität des Problems zu berücksichtigen ist!

Gut, diese Botschaft haben wir verstanden, aber es bleibt die Frage: Wie sollte diese Anpassung in der Praxis aussehen?

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