Whose knowledge counts? A food laboratory
Research Institute for Sustainability (RIFS Potsdam), Project Parutz', Global Citizens' Assembly Network (GloCAN)
Welche Formen des Wissens sind im Museum präsent und welche werden eliminiert? Ein Lebensmittellabor im Naturkundemuseum
Dieses experimentell "Labor" (in englischer Sprache) lädt die Teilnehmenden darüber nachzudenken ein, wie das Leben durch koloniale Strukturen nach deren Belieben geformt, geordnet und vereinheitlicht wird. Im Mittelpunkt dieses Experiments stehen Rellenitos – ein in Maya-Gebieten entstandenes Dessert aus frittierten Kochbananen, gefüllt mit süßen Bohnen –, die koloniale Systeme und die Beherrschung der Natur wiederaufleben lassen und gleichzeitig die Fähigkeit indigener sowie afro-stämmiger Gemeinschaften offenbaren, ihre Existenz zu rekonstruieren und die Welt zurückzuerobern, selbst in Zeiten der Ausrottung.
Unter der Leitung von Edizon Cumes (Projekt Parutz') versammeln sich die Teilnehmenden um einen Tisch, und der einfache Akt des Essens wird zu einer pädagogischen Praxis, die Lebensmittel und ihre landbasierte Verwaltung durch Maßnahmen werden neu definiert, die konkretes Wissen generieren und das tägliche Leben in kolonialisierten Gebieten aufrechterhalten. Die Zusammenkunftendet mit einer kollektiven Reflexion, die Raum für das Erforschen ungelöster Widersprüche, das Entstehen von Solidaritäten und die imaginative Konstruktion radikal anderer Wissenshierarchien schafft.
Moderiert von Azucena Morán (RIFS/GloCAN).
Referent: Edizon Cumes (Projekt Parutz')
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