
Janina Janke
Senior Fellow
Janina Janke ist Szenografin und forschende Künstlerin und lebt in Berlin. Sie realisiert angewandte Forschungsprojekte, ortsspezifische Performances und räumliche Installationen, die die sozialen Strukturen und Transformationen spezifischer Orte untersuchen. Am RIFS erforscht sie die räumlichen Bedingungen für Begegnung, Verhandlung und Dialog und fragt, wie physische Räume den sozialen Kontakt zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Weltanschauung fördern können. Nach einer Tischlerlehre studierte Janina Europäische Ethnologie und Philosophie in München und anschließend Bühnenbild an der Universität der Künste Berlin. Sie war Mitbegründerin der transdisziplinären Formation Oper Dynamo West für zeitgenössisches Musiktheater im urbanen Raum. Seitdem findet ihre Arbeit im Dialog mit markanten Gebäuden und Räumen in Berlin und international statt, wie dem Zoologischen Bahnhof Berlin, Le Corbusiers Unités d'habitation in Berlin und Marseille sowie den UN-Hauptquartieren in Wien, Nairobi, New York City und Genf. Janina ist Teil des Theaterkollektivs Turbo Pascal, das für seine interaktiven Performances und partizipativen Theaterprojekte bekannt und ausgezeichnet ist.
- 2013 – heute: Teil des Theaterkollektivs Turbo Pascal
- 2021/22: Teilnehmerin des praxisorientierten Forschungsprojekts „Virale Theatres“ mit Workshops, Symposium und Ausstellung zur Transformation des Theaters in der Covid-19-Pandemie. In Zusammenarbeit mit Ramona Mosse (EXC 2020 Temporal Communities FU Berlin, PI), Nina Tecklenburg (Bard College Berlin, Interrobang) und Christian Stein (EXC Matters of Activity HU Berlin, gamelab.berlin), gefördert durch die VolkswagenStiftung.
- 2018/19: Künstlerische Leitung (zusammen mit Maurice de Martin) des künstlerischen Forschungsprojekts „Just Intonation“ zu Arbeit mit zeitgenössischer Musik in der Psychiatrie an der Universitätsklinik Immanuel Klinik Rüdersdorf bei Berlin. Gefördert durch den Musikfonds mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Montag-Stiftung.
- 2017/18: Künstlerische Leitung (zusammen mit Bill Dietz) des Kunstprojekts „Totale Architektur“ - Archivforschung, Performances und interaktive Klanginstallation zum immateriellen Erbe des Bauhauses im Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung Berlin.
- 2016–2018: Künstlerische Leitung (zusammen mit Julie Rüter) von „ANKOMMEN bauen wohnen leben“, eine vierteilige partizipative Kunstprojektreihe mit dem Heimatmuseum Bernau zur Transformation der Stadt im 20./21. Jahrhundert. Gefördert durch den Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes, in Zusammenarbeit mit der Stadt Bernau.
- 2014–2016: Kontextualisiernde Forschung und Inszenierung der Theaterhandschrift „Griseldis“ von 1713 aus den Archiven des Benediktinerstifts Marienberg (Südtirol). In Zusammenarbeit mit Toni Bernhart. Teil des Forschungsprojekts „DramaNet – Frühneuzeitliches europäisches Drama und das kulturelle Netz“ an der Freien Universität Berlin.
- 2011–2016: Künstlerische Leitung (zusammen mit Maurice de Martin) des kunstbasierten Forschungsprojekts „unknown spaces“ - Feldforschung, Workshops, Ausstellungen und Vortragsperformances in den UN-Hauptquartieren in Nairobi, New York City, Wien und Genf sowie in den jeweiligen host communities. Ein Teilprojekt des FWF/PEEK-Forschungsprojekts „andere räume – knowledge through art“ an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Institut für interdisziplinäre Forschung und Weiterbildung.
- 2011–2013: Künstlerische Leitung (zusammen mit Bill Dietz) von „Das Wort haben die Benützer/ La Parole est aux Usagers“ - vergleichende Studie und partizipatives Kunstprojekt in Le Corbusiers Unité d'habitation in Berlin und Marseille. Unterstützt vom Hauptstadtkulturfonds und vom Kulturfonds der Kulturhauptstadt Europa Marseille-Provence 2013. In Zusammenarbeit mit dem Elektronischen Studio der TU Berlin und Deutsches Architekturzentrum (DAZ). Eine Produktion von Oper Dynamo West, Ensemble Zwischentöne, ehrliche arbeit – freies Kulturbüro.
- 2006–2016: Mitbegründerin und Teil der transdisziplinären Musiktheaterformation Oper Dynamo West.
- ortsspezifisches, partizipatives und interaktives Theater und Performance
- Funktionen und Transformationen von urbanen Räumen
- feministische Raumtheorie
- lokaler Einfluss auf globale Politik
- Volksschauspiel (18.
Publikationen vor der Tätigkeit am RIFS
- (mit Ramona Mosse, Judith König, Christian Stein, Nina Tecklenburg) (2022): Viral Theatres’ Pandemic Playbook - Documenting German Theatre During COVID-19, International Journal of Performance Arts and Digital Media (RPDM). DOI: 10.1080/14794713.2022.2031800
- (mit Toni Bernhart) (2019): The Crystallization of Early Modern European Drama in the Folk-Theater Tradition in Tyrol: The Marienberg Griseldis from 1713, Staged in 2016. In: Joachim Küpper, Jan Mosch, Elena Penskaya (eds.): History and Drama. The Pan-European Tradition. Berlin, Boston: Walter de Gruyter, pp. 147–159. DOI: 10.1515/9783110604276-014
- (ed.) (2010): Oper Dynamo West - Die Stadt als Bühne. Berlin: Hatje Cantz Verlag.
- Forschungsstipendium des Fonds Darstellende Künste mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR, 2022/23.
- #takecare-Stipendium für Forschung zu Theater im digitalen Raum, 2020.
- Artist in Residence an den UN-Hauptsitzen in Wien, New York City, Nairobi und Genf, 2011–2016.
- Artist in Residence im quartier 21 – MuseumsQuartier Wien, 2015.
- Stipendiat der Cité Internationale des Arts in Paris, 2014.
- Residenzstipendiatin am GMEM – Centre national de création musicale in Marseille, 2013.
- Residenzstipendien des Goethe-Instituts in New York City und Nairobi, 2011/12.
- Stipendiatin der Deutschen Akademie in Rom, Casa Baldi, 2010.
- Projektstipendium an der Akademie Schloss Solitude, 2009.
- Stipendiatin (Pilotphase) der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften an der Universität der Künste Berlin, 2008/09.