Transformation der strukturellen Bedingungen zur Ermöglichung von nachhaltigen Produktions- und Konsummustern
Als Zielformulierung verbleibt SDG 12 auf einer deskriptiven Ebene und nimmt die strukturellen Zusammenhänge nicht nachhaltiger Produktions- und Konsummuster nicht in den Blick. So verstärkt SDG 12 ein auf ökonomisches Wachstum und Ressourcenkonsum orientiertes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem. Dabei sind es strukturelle Hürden, in deren Zentrum das Wachstumsparadigma steht, die überwunden werden müssen, um nachhaltige Produktions- und Versorgungssysteme – und damit nachhaltige Lebensstile – zu ermöglichen. Dafür braucht es einen demokratischen Umbau von Versorgungssystemen, der diese auf die Erfüllung von Bedürfnissen ausrichtet und dadurch den Ressourcenverbrauch senkt. Das Konzept der Konsumkorridore kann in diesem Sinne dazu beitragen, eine solche umfassende Transformation von Produktion und Konsum zeitnah anzustoßen und sozial-ökologische Gerechtigkeit zu ermöglichen.
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Zitation
Berendt, P. J., Becker, L. M., & Fuchs, D. (2026). Transformation der strukturellen Bedingungen zur Ermöglichung von nachhaltigen Produktions- und Konsummustern. In A. Büttgen, E. Hackspiel-Mikosch, C. Liedtke, & T. Wilkening (Eds.), SDG 12: Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion. Berlin, Heidelberg: Springer. doi:10.1007/978-3-662-70118-8_29-1.