Effekte deliberativer Demokratie : am Beispiel der Bürgerräte in Vorarlberg
Deliberative Demokratiekonzepte gewinnen in Form dialogorientierter Bürgerbeteiligung weltweit an Bedeutung. Sie zielen darauf ab, Defizite etablierter Demokratiestrukturen auszugleichen und wollen positive Wirkungen auf gesellschaftliche Diskurskulturen, Politikinhalte und beteiligte Individuen auslösen. Dabei bestehen, trotz einer beachtlichen Entwicklung der Erforschung deliberativer Demokratie, immer noch große Wissenslücken bezüglich der Effekte, die im Rahmen dialogorientierter Beteiligungsprozesse tatsächlich eintreten. Diese Masterarbeit widmet sich dieser Forschungslücke und untersucht am Beispiel der „landesweiten Bürgerräte“, welche Effekte des Beteiligungsverfahrens sich auf der Teilnehmer-Ebene nachweisen lassen. Dazu wird ein quasi-experimentelles Untersuchungsdesign genutzt, mit dessen Hilfe fünf Bürgerräte betrachtet werden, die seit dem Jahr 2012 auf Landesebene im österreichischen Bundesstaat Vorarlberg stattgefunden haben. Die Hypothesentests erfolgen auf Basis von Daten, die im Rahmen einer quantitativen Umfrage unter Teilnehmenden des Verfahrens sowie einer Kontrollgruppe erhoben wurden. Auf diese Weise wird ein alternativer empirischer Ansatz zur wissenschaftlichen Erforschung dialogorientierter Bürgerbeteiligungsprozesse aufgezeigt. Die analytischen Ergebnisse der Masterarbeit liefern neue Evidenzen bezüglich deliberativer Demokratieformen und bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschungsvorhaben.
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Zitation
Oppold, D. (2016). Effekte deliberativer Demokratie: am Beispiel der Bürgerräte in Vorarlberg. Master Thesis, Universität Konstanz, Konstanz.