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Sehen, verstehen und mitreden in der Energiewende: Was Praktikerinnen und Entscheidungsträger über digitale Beteiligung, Online-Dialoge und visuelle Tools wissen sollten

Die Energiewende braucht schnellere Verfahren – ohne dass Transparenz, Beteiligung und Vertrauen verloren gehen. Das Verbundprojekt ENVIKO (2023–2025) hat untersucht, wie digitale Beteiligung diese Balance unterstützen kann. Die Empfehlungen stützen sich auf drei Forschungsbausteine: 14 partizipative Entwicklungs-Workshops, ein Online-Experiment mit 1.235 Teilnehmenden und den prototypischen Aufbau des ENVIKO-Tools. Zentrales Ergebnis: Gute Online-Beteiligung ist kein digitales Schaufenster, sondern eine verfahrensnahe Infrastruktur, die räumliche Betroffenheit sichtbar macht, den Verfahrensstand erklärt und Rückmeldungen nachvollziehbar in reale Prozesse zurückführt. Daraus ergeben sich drei Leitlinien für die Praxis: Interaktivität vor Immersion – aktive Erkundung über Karten, Layer und Varianten wirkt stärker als ein bloßer Wow-Effekt; ein robuster Kern vor Funktionsfülle; und Rückkopplung als Voraussetzung für Legitimität. Diese Gestaltungslogik gilt nicht nur für Windenergie, sondern lässt sich auf Netzausbau, Wärmeplanung, Ladeinfrastruktur, Klimaanpassung und weitere raumbezogene Transformationsvorhaben übertragen. Das Papier bündelt die Erkenntnisse in konkreten Empfehlungen, einer Funktionsübersicht des ENVIKO-Tools und einer Checkliste für den Praxiseinsatz.

Publication Year

2026

Publication Type

Citation

Radtke, J., Bohn, N., Kauling, S. W., Schemer, C., Heinbach-Niederelz, D., & Mack, M. (2026). Sehen, verstehen und mitreden in der Energiewende: Was Praktikerinnen und Entscheidungsträger über digitale Beteiligung, Online-Dialoge und visuelle Tools wissen sollten. RIFS Study, Juni 2026.

DOI

10.48481/rifs.2026.019

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